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Ist Tesla Coin eine echte Tesla-Kryptowährung?

2026-01-27
Krypto
„Tesla Coin“ ist keine echte Tesla-Kryptowährung, sondern hauptsächlich ein Name, der mit Anlagebetrügereien in Verbindung gebracht wird, die fälschlicherweise eine Verbindung zu Tesla und Elon Musk behaupten. Zwar gibt es verschiedene Kryptowährungen mit ähnlichen Namen, doch keine wird offiziell von Tesla, Inc. unterstützt, das nur Dogecoin für bestimmte Waren akzeptiert. Diese Betrügereien verwenden häufig irreführende Werbungen, um Personen anzulocken.

Entlarvung des „Tesla Coin“: Warum es keine offizielle Kryptowährung aus dem Imperium von Elon Musk gibt

Die Kryptolandschaft ist ein dynamisches und oft verwirrendes Umfeld, das vor Innovationen, Spekulationen und leider auch einem erheblichen Maße an Täuschung strotzt. Inmitten der unzähligen digitalen Assets taucht immer wieder ein Phantom namens „Tesla Coin“ auf, das Fragen nach seiner Legitimität aufwirft. Um es von vornherein unmissverständlich klarzustellen: Der „Tesla Coin“ ist keine echte, offiziell herausgegebene oder von Tesla, Inc. oder seinem CEO Elon Musk unterstützte Kryptowährung. Sein Erscheinen im digitalen Raum ist überwiegend mit verschiedenen Anlagebetrügereien verknüpft, die darauf abzielen, das öffentliche Vertrauen und das Interesse an dem Elektroauto-Riesen und seinem charismatischen Anführer auszunutzen.

Dieser Artikel zielt darauf ab, das Phänomen des „Tesla Coin“ zu sezieren, zu erklären, warum es sich um ein betrügerisches Konstrukt handelt, das tatsächliche (begrenzte) Engagement von Tesla im Bereich Kryptowährungen zu beleuchten und die Leser mit dem Wissen auszustatten, ähnliche Betrugsmaschen in Zukunft zu erkennen und zu vermeiden.

Die Anatomie eines „Tesla Coin“-Betrugs: Täuschung im digitalen Zeitalter

Betrüger sind geschickt darin, bekannte Marken und Persönlichkeiten zu instrumentalisieren, um ihren illegalen Machenschaften einen Anschein von Authentizität zu verleihen. Tesla und Elon Musk stellen mit ihrem hohen Bekanntheitsgrad und ihrer Assoziation mit zukunftsweisender Technologie primäre Ziele für eine solche Ausbeutung dar. Der „Tesla Coin“-Betrug folgt in der Regel einem vorhersehbaren, wenn auch oft ausgeklügelten Muster der Täuschung.

  • Wie diese Betrügereien funktionieren:

    • Erfundene Befürwortungen: Der Eckpfeiler der meisten „Tesla Coin“-Betrügereien ist die Fälschung einer direkten Unterstützung durch Elon Musk oder Tesla, Inc. Betrüger erstellen aufwendige gefälschte Artikel, Social-Media-Posts und sogar Deepfake-Videos, in denen Musk eine neue, revolutionäre Kryptowährung namens „Tesla Coin“ „ankündigt“ oder „bewirbt“. Diese nutzen oft manipulierte Bilder oder Zitate, um glaubwürdig zu erscheinen.
    • Irreführende Werbeanzeigen: Der erste Köder wird oft durch allgegenwärtige und fachmännisch gestaltete Werbeanzeigen ausgelegt. Diese Anzeigen erscheinen häufig auf populären Social-Media-Plattformen (Facebook, Instagram, X/Twitter), in Suchmaschinen (Google, Bing) und manchmal sogar auf scheinbar legitimen News-Aggregator-Seiten, nachdem sie die Schutzmechanismen der Werbeplattformen umgangen haben. Sie versprechen astronomische, garantierte Renditen und nutzen oft Phrasen wie „exklusive Gelegenheit“, „limitierter Vorverkauf“ oder „Musks geheimes Investment“.
    • Phishing-Websites und gefälschte Börsen: Das Klicken auf diese irreführenden Anzeigen oder Links in gefälschten Social-Media-Posts leitet die Opfer oft auf professionell aussehende, aber gänzlich betrügerische Websites weiter. Diese Seiten sind akribisch darauf ausgelegt, legitime Kryptobörsen, Investmentplattformen oder sogar offizielle Tesla-Seiten zu imitieren. Sie bieten oft glatte Benutzeroberflächen, gefälschte Erfahrungsberichte und fabrizierte Finanzdiagramme, um die Illusion einer florierenden Investitionsmöglichkeit zu erzeugen.
    • Druckmittel und Dringlichkeit: Betrüger verlassen sich stark auf psychologische Manipulation. Sie nutzen Dringlichkeit („zeitlich begrenztes Angebot“, „nur noch 24 Stunden zum Investieren“, „exklusiver Zugang für die ersten 1.000 Investoren“), um Einzelpersonen zu Entscheidungen zu drängen, ohne dass diese eine angemessene Recherche durchführen können. Die Angst, etwas zu verpassen (FOMO – Fear Of Missing Out), bei einer vermeintlich bahnbrechenden Investition ist ein starker Motivator.
    • Die Investition und das Verschwinden: Die Opfer werden in der Regel dazu ermutigt, sich auf der gefälschten Plattform zu registrieren und Gelder einzuzahlen, meist in etablierten Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) oder Ethereum (ETH), oder manchmal in Fiat-Währungen über dubiose Zahlungsabwickler. Anfangs zeigt die Plattform vielleicht sogar einen kleinen, fabrizierten „Gewinn“ an, um falsches Vertrauen aufzubauen und zu größeren Einzahlungen zu animieren. Sobald jedoch eine beträchtliche Summe investiert wurde, werden Auszahlungsversuche mit Ausreden, Forderungen nach zusätzlichen „Gebühren“ oder „Steuern“ beantwortet, oder die gesamte Plattform verschwindet einfach mitsamt den Investitionen der Opfer.
  • Typischer Ablauf (Modus Operandi):

    1. Aufmerksamkeit: Ein Nutzer stößt auf eine fesselnde Anzeige oder einen Fake-News-Artikel, der behauptet, Elon Musk oder Tesla würden eine bahnbrechende neue Kryptowährung auf den Markt bringen.
    2. Interaktion: Fasziniert klickt der Nutzer auf einen Link, der zu einer hochentwickelten, aber betrügerischen Investmentplattform oder Kryptobörse führt.
    3. Registrierung: Der Nutzer wird aufgefordert, sich zu registrieren und persönliche Daten anzugeben.
    4. Einzahlung: Angelockt durch Versprechen unglaublicher Renditen zahlt der Nutzer Kryptowährungen (z. B. BTC, ETH, USDT) oder Fiat-Geld auf der gefälschten Plattform ein.
    5. Simulierte Gewinne (optional, aber häufig): Die Plattform zeigt anfangs möglicherweise gefälschte Gewinne auf dem Konto des Nutzers an, was ihn dazu ermutigt, mehr zu investieren.
    6. Auszahlungsversuch & Behinderung: Wenn der Nutzer versucht, seine „Gewinne“ oder die ursprüngliche Investition abzuheben, stößt er auf verschiedene Hindernisse:
      • Forderungen nach „Auszahlungsgebühren“ oder „Steuern“.
      • Der Kundensupport reagiert nicht mehr.
      • Das Konto wird plötzlich eingefroren oder gelöscht.
      • Die gesamte Website verschwindet.
    7. Verlust: Die eingezahlten Gelder sind unwiderruflich verloren und wurden in die Wallets der Betrüger transferiert.

Die offizielle Haltung von Tesla, Inc. zu Kryptowährungen: Dogecoin und darüber hinaus

Trotz der Allgegenwärtigkeit von „Tesla Coin“-Betrügereien sind die offizielle Position und die Aktivitäten von Tesla, Inc. in Bezug auf Kryptowährungen klar und recht begrenzt. Es ist für Investoren entscheidend, diesen Unterschied zu verstehen.

  • Keine offizielle „Tesla Coin“-Entwicklung: Tesla, Inc. hat niemals eine eigene Kryptowährung angekündigt, entwickelt oder unterstützt. Es gibt keinen offiziellen „Tesla Coin“, „Tesla Token“ oder ein anderes vom Unternehmen selbst geschaffenes digitales Asset. Jede gegenteilige Behauptung ist betrügerisch.
  • Dogecoin-Akzeptanz für Merchandising: Der einzige Fall, in dem Tesla offiziell eine Kryptowährung für direkte Zahlungen akzeptiert, ist Dogecoin (DOGE). Seit Januar 2022 erlaubt Tesla seinen Kunden, bestimmte Fanartikel (wie die „Cyberwhistle“, den „Cyberquad for Kids“ oder Gürtelschnallen) auf seiner offiziellen Website mit DOGE zu kaufen.
    • Wichtige Unterscheidungsmerkmale:
      • Diese Akzeptanz gilt speziell für Merchandising, nicht für Fahrzeuge oder Finanzanlagen.
      • Sie wird klar auf den Zahlungsseiten der offiziellen Website tesla.com kommuniziert, nicht über Drittanbieter-Anzeigen oder dubiose Plattformen.
      • Es handelt sich um eine bereits existierende, von der Community getragene Kryptowährung (Dogecoin) und nicht um einen neuen, von Tesla eingeführten Coin.
  • Frühere Bitcoin-Investition und -Akzeptanz: Anfang 2021 tätigte Tesla eine bedeutende Unternehmensinvestition von 1,5 Milliarden US-Dollar in Bitcoin und akzeptierte kurzzeitig BTC für Fahrzeugkäufe. Diese Akzeptanz wurde jedoch einige Monate später aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Umweltauswirkungen des Bitcoin-Minings ausgesetzt. Dies war eine Entscheidung des Corporate Treasury und eine vorübergehende Zahlungsmethode, keine Empfehlung von Bitcoin als Investition für Privatpersonen, und es beinhaltete auch nicht die Erstellung eines „Tesla Coin“.
  • Elon Musks persönlicher Einfluss vs. Unternehmenspolitik: Elon Musk ist eine sehr lautstarke und einflussreiche Figur in den sozialen Medien und tweetet oft über Kryptowährungen, insbesondere über Dogecoin. Seine persönlichen Meinungen und sein Enthusiasmus haben zweifellos die Kryptomärkte beeinflusst. Es ist jedoch lebenswichtig, zwischen Musks individuellen Social-Media-Aktivitäten und den offiziellen Unternehmensrichtlinien und Ankündigungen von Tesla, Inc. zu unterscheiden. Betrüger vermischen diese beiden Bereiche häufig, um ein falsches Gefühl der Legitimität für ihre Machenschaften zu erzeugen. Ein Tweet von Musk, in dem er eine persönliche Meinung zu einem Krypto-Asset äußert, ist nicht gleichbedeutend damit, dass Tesla, Inc. einen eigenen Coin auf den Markt bringt.

Das breitere Spektrum von Prominenten- und Marken-Impersonation-Betrug in Krypto

Der „Tesla Coin“-Betrug ist kein Einzelfall, sondern ein prominentes Beispiel innerhalb eines größeren Ökosystems von Identitätsdiebstahl-Betrügereien (Impersonation Scams), die den Kryptoraum plagen.

  • Warum Tesla und Elon Musk Hauptziele sind:
    • Beispielloses öffentliches Profil: Elon Musks weltweite Berühmtheit und seine massive Social-Media-Anhängerschaft machen ihn zu einer idealen Figur für Identitätsdiebstahl.
    • Assoziation mit Innovation: Die Marke Tesla ist ein Synonym für Spitzentechnologie, Disruption und zukunftsorientiertes Denken. Dies lässt Behauptungen über eine „revolutionäre neue digitale Währung“ des Unternehmens für Ahnungslose plausibler erscheinen.
    • Bewiesener Markteinfluss: Musks vergangene Tweets haben nachweislich Kryptopreise bewegt, was Menschen zu der Annahme verleitet, er besäße eine immense, fast magische Macht über den Markt.
    • Öffentliches Interesse an Krypto: Das wachsende Interesse der Allgemeinheit an Kryptowährungen, kombiniert mit mangelndem tiefem Verständnis bei vielen Neulingen, schafft einen fruchtbaren Boden für diese Betrügereien.
  • Prävalenz ähnlicher Betrügereien:
    • Gefälschte Giveaways: Betrüger, die sich als Musk, andere Prominente oder Leiter von Kryptoprojekten ausgeben, versprechen oft, jede an eine bestimmte Adresse gesendete Kryptowährung zu verdoppeln. Dies sind ausnahmslos Betrügereien.
    • Gefälschte Initial Coin Offerings (ICOs)/Vorverkäufe: Bewerben von nicht existierenden Token mit garantierten Renditen oder „exklusivem“ frühen Zugang.
    • Deepfakes und KI-generierte Inhalte: Fortschritte in der KI-Technologie machen es Betrügern leichter, täuschend echte Videos und Audioaufnahmen von Personen des öffentlichen Lebens zu erstellen, was die Grenzen der Realität weiter verschwimmen lässt.
  • Herausforderungen der Regulierung in Decentralized Finance (DeFi): Die dezentrale Natur der Blockchain-Technologie bietet zwar viele Vorteile, stellt die Regulierung aber auch vor Herausforderungen. Sie ermöglicht die relativ einfache Erstellung neuer Token und Plattformen, was es den Behörden erschwert, jede betrügerische Operation weltweit schnell zu identifizieren und zu schließen.

Warnsignale erkennen und sich vor Krypto-Betrug schützen

Sich auf dem Kryptomarkt zu bewegen, erfordert Wachsamkeit und eine gesunde Portion Skepsis. Eine sorgfältige Prüfung (Due Diligence) ist nicht nur empfehlenswert, sondern unerlässlich. Hier sind praktische Schritte und Warnsignale, die Ihnen helfen, Ihre Investitionen zu schützen:

  1. Offizielle Quellen direkt verifizieren:
    • Gleichen Sie Behauptungen über neue Kryptowährungen, Befürwortungen oder Investitionsmöglichkeiten immer mit der offiziellen Unternehmenswebsite ab (z. B. tesla.com).
    • Suchen Sie nach offiziellen Pressemitteilungen, Unternehmensankündigungen oder Erklärungen von verifizierten Social-Media-Konten des Unternehmens (achten Sie auf Verifizierungszeichen und historische Aktivität). Vertrauen Sie keinen nicht verifizierten Konten, selbst wenn diese legitim aussehen.
  2. Vorsicht bei unaufgeforderten Angeboten:
    • Wenn Sie eine Investitionsmöglichkeit über eine unerwartete E-Mail, eine Direktnachricht in sozialen Medien oder eine unaufgeforderte Werbeanzeige erreicht, lassen Sie extreme Vorsicht walten. Seriöse Investmentmöglichkeiten mit hoher Rendite werden selten aggressiv gegenüber Fremden beworben.
  3. Garantierte hohe Renditen sind ein Indikator für Betrug:
    • Jede Plattform oder Person, die „garantierte“ tägliche, wöchentliche oder monatliche Renditen verspricht – insbesondere solche, die zu gut klingen, um wahr zu sein (z. B. 1 % täglich, 100 % monatlich) – ist ein massives Warnsignal. Alle Investitionen sind mit Risiken behaftet, und der Kryptowährungsmarkt ist bekanntermaßen volatil. Es gibt keine garantierten Renditen.
  4. Druckmittel und Dringlichkeit:
    • Betrüger versuchen oft, Sie zu einer Entscheidung zu drängen, indem sie ein Gefühl der Dringlichkeit erzeugen („begrenzte Zeit“, „exklusive Gelegenheit“, „jetzt handeln“). Diese Taktik soll verhindern, dass Sie gründlich recherchieren und kritisch denken.
  5. Forderungen nach Vorabgebühren:
    • Wenn Sie aufgefordert werden, „Steuern“, „Auszahlungsgebühren“, „Liquidationsgebühren“ oder „Freischaltgebühren“ zu zahlen, bevor Sie auf Ihre vermeintlichen Gewinne zugreifen können, handelt es sich fast sicher um Betrug. Seriöse Plattformen ziehen Gebühren normalerweise von Ihrer Auszahlung ab, anstatt sie vorab zu verlangen.
  6. Websites und Domainnamen genau prüfen:
    • Untersuchen Sie Website-URLs genau auf Rechtschreibfehler, zusätzliche Zeichen, ungewöhnliche Subdomains oder Domains, die leicht von der offiziellen abweichen (z. B. „tesla-coin.io“ statt „tesla.com“). Betrüger nutzen oft „Typosquatting“-Domains.
  7. Skepsis gegenüber Social-Media-Endorsements:
    • Seien Sie äußerst skeptisch bei Posts, die prominente Unterstützung behaupten, insbesondere bei Gewinnspielen (Giveaways), bei denen Sie zuerst Krypto senden müssen. Gehen Sie davon aus, dass die meisten „Giveaways“ in sozialen Medien Betrug sind, sofern sie nicht über mehrere offizielle und seriöse Kanäle verifiziert wurden.
  8. Auf Transparenz und Dokumentation achten:
    • Legitime Kryptoprojekte verfügen in der Regel über umfassende Whitepaper, öffentlich identifizierbare Entwicklungsteams (oder klare Gründe für Pseudonymität), Audit-Berichte von seriösen Firmen und transparente Kommunikationskanäle (z. B. offizielles Discord, Telegram, GitHub-Repositories). Betrügerische Projekte fehlen diese Informationen oft oder liefern nur vage, allgemeine Details.
  9. Seriöse Börsen und Wallets nutzen:
    • Nutzen Sie nur bekannte, regulierte Kryptobörsen und sichere, geprüfte Wallets für den Kauf, Verkauf und die Speicherung Ihrer digitalen Assets. Vermeiden Sie obskure Plattformen, die über verdächtige Anzeigen verlinkt sind.
  10. Klein anfangen (bei neuen Projekten):
    • Wenn Sie sich entscheiden, ein neues, weniger bekanntes Projekt zu erkunden (das Sie gründlich recherchiert und als nicht offensichtlich betrügerisch eingestuft haben), beginnen Sie mit einem sehr kleinen Betrag, dessen Verlust Sie problemlos verkraften können. Dies ist ein allgemeiner Anlagegrundsatz, der im risikoreichen Kryptoraum besonders wichtig ist.
  11. Rückwärtssuche für Teammitglieder:
    • Betrüger verwenden oft Stockfotos oder Bilder von unbeteiligten Personen für ihre „Team“-Profile. Eine Bild-Rückwärtssuche kann diese Täuschung schnell entlarven.

Die Landschaft der inoffiziellen „Tesla“-Token: Community vs. Unternehmen

Es ist wichtig anzuerkennen, dass die Leichtigkeit, mit der neue Token auf verschiedenen Blockchain-Plattformen (wie Ethereum via ERC-20, Binance Smart Chain via BEP-20 oder Solana) erstellt werden können, bedeutet, dass buchstäblich jeder eine Kryptowährung mit „Tesla“ oder „Elon“ im Namen herausbringen kann.

  • Einfachheit der Token-Erstellung: Die Erstellung eines einfachen Kryptowährungs-Tokens erfordert nur minimales technisches Fachwissen und geringe Kosten. Diese niedrige Einstiegshürde trägt zur Verbreitung sowohl legitimer Community-Projekte als auch offensichtlicher Betrugs-Token bei.
  • Unterscheidung zwischen Community-getrieben und Unternehmens-gestützt:
    • Community-Token: Viele Token werden von Einzelpersonen oder Gruppen erstellt, die Fans einer Marke, eines Prominenten oder eines Konzepts sind (z. B. verschiedene „Elon-thematisierte“ Meme-Coins). Diese sind oft spekulativ, hochvolatil und bergen aufgrund ihres inoffiziellen Charakters, des Mangels an klarem Nutzen und der Abhängigkeit von Hype erhebliche Risiken. Sie sind nicht mit dem tatsächlichen Unternehmen oder der Person verbunden, auch wenn sie sich von ihnen inspirieren lassen.
    • Betrugs-Token: Wie besprochen, werden diese mit bösartiger Absicht erstellt, indem der Name einer Marke verwendet wird, um Investoren zu betrügen. Sie ahmen oft die Merkmale von Community-Token nach, sind aber für einen „Rug Pull“ (bei dem die Entwickler ein Projekt aufgeben und mit den Geldern der Investoren flüchten) oder andere betrügerische Aktivitäten konzipiert.
  • Das entscheidende Differenzierungsmerkmal: Offizielle Unterstützung: Der fundamentale Unterschied liegt in der offiziellen Unterstützung. Wenn Tesla, Inc. oder Elon Musk (über ihre verifizierten Unternehmenskanäle oder verifizierten persönlichen Konten, untermauert durch offizielle Unternehmenserklärungen) eine Kryptowährung nicht explizit angekündigt oder unterstützt haben, dann handelt es sich nicht um einen offiziellen „Tesla Coin“. Jeder Token, der den Namen „Tesla“ ohne diese nachprüfbare Unterstützung verwendet, ist entweder ein hochriskantes, inoffizielles Community-Projekt oder, was weitaus häufiger vorkommt, ein regelrechter Betrug.

Ein abschließendes Wort der Vorsicht: Investieren Sie klug und sicher

Die Verlockung erheblicher Renditen auf dem Kryptowährungsmarkt ist unbestreitbar, aber sie dient auch als starker Magnet für raffinierte Betrugsmaschen. Denken Sie daran, dass echter Vermögensaufbau in der Regel umfassende Recherche, ein tiefes Verständnis der damit verbundenen Risiken und einen langfristigen strategischen Ansatz erfordert – und nicht geheime Investitionsprogramme oder garantierten schnellen Reichtum. Indem Sie eine strikte Due Diligence einhalten, eine gesunde Skepsis bewahren und sich ausschließlich auf verifizierte offizielle Informationsquellen verlassen, können Sie Ihre Anfälligkeit für den „Tesla Coin“ und unzählige andere betrügerische Kryptoprojekte erheblich verringern. Ihre finanzielle Sicherheit im Kryptoraum liegt letztlich in Ihrer persönlichen Verantwortung. Geben Sie Vorsicht und Verifizierung immer den Vorrang.

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