FOAM ist ein Open-Source-Protokoll, das auf der Ethereum-Blockchain basiert und darauf abzielt, eine dezentrale und konsensgesteuerte Weltkarte zu erstellen. Die Hauptmission des Projekts besteht darin, eine sichere Alternative zum Global Positioning System (GPS) zu bieten, das vom Projektteam als anfällig für zentrale Kontrolle, Hacking und Spoofing identifiziert wird. FOAM führt ein Konzept namens Proof of Location ein, das die Verifizierung geografischer Daten ermöglicht, ohne auf externe Satellitensignale angewiesen zu sein. Das Ökosystem besteht aus mehreren Kernkomponenten. Die erste ist die FOAM Map, ein von der Community verwaltetes Register, in dem Nutzer, sogenannte Cartographers, Points of Interest kuratieren und verifizieren. Dieser Teil des Protokolls verwendet ein System aus krypto-räumlichen Koordinaten, um physische Standorte in Blockchain-Adressen zu übersetzen. Durch die Nutzung dieser Standards können dezentrale Anwendungen auf sichere und verifizierbare Weise mit spezifischen physischen Standorten interagieren. Die zweite Hauptkomponente ist das Netzwerk aus physischer Hardware, bekannt als Zone Anchors. Dabei handelt es sich um terrestrische Funkknoten, die Low-Power-Funktechnologie nutzen, um Lokalisierungsdienste für mobile Objekte bereitzustellen. Diese Anker arbeiten zusammen, um einen dynamischen Proof of Location zu liefern, indem sie ihre internen Uhren synchronisieren und die Position von Geräten innerhalb ihrer Reichweite triangulieren. Dies schafft ein dezentrales physisches Infrastrukturnetzwerk, das eine verschlüsselte und fälschungssichere Aufzeichnung von Standortdaten bietet. Der FOAM Token erfüllt mehrere Utility-Funktionen innerhalb dieses Netzwerks. Teilnehmer verwenden den Token, um ihr Interesse an bestimmten geografischen Gebieten durch einen Prozess namens Signaling zu bekunden. Dieser Signaling-Mechanismus zeigt an, wo Bedarf an neuen Standortdiensten besteht, und hilft so dabei, das Wachstum des physischen Funknetzwerks zu steuern. Zusätzlich wird der Token als Deposit für Nutzer verwendet, die Punkte auf der Karte hinzufügen oder anfechten möchten, wodurch sichergestellt wird, dass die Karte durch wirtschaftliche Anreize präzise bleibt. Diejenigen, die die physische Hardware betreiben und Standortdienste für das Netzwerk bereitstellen, werden für ihre Arbeit und ihre Verifizierungsbemühungen belohnt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass FOAM ein Web3-Projekt ist, das sich auf dezentrale Geospatial-Infrastruktur konzentriert. Es ermöglicht Nutzern, ihre Standortdaten zu besitzen und zu kontrollieren, während es Entwicklern die Tools zur Verfügung stellt, um standortbasierte Dienste zu erstellen, die transparent, zensurresistent und unabhängig von traditionellen zentralisierten Anbietern sind. Durch seine Kombination aus Softwareprotokollen und von der Community betriebener Hardware strebt das Projekt danach, eine vertrauenslose räumliche Dimension für das dezentrale Web aufzubauen.
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