BendDAO ist ein dezentrales Liquiditätsprotokoll, das Inhaber von non-fungible tokens (NFT) über ein Peer-to-Pool-Modell mit Liquiditätsanbietern verbindet. Es wurde entwickelt, um das Problem der Illiquidität auf dem NFT-Markt zu lösen, indem es Nutzern ermöglicht, ihre digitalen Assets als Sicherheiten für Sofortkredite zu verwenden. Anstatt einen direkten Käufer für einen NFT finden zu müssen, können Eigentümer ihre Assets in einen kollektiven Pool einzahlen, um Ethereum zu leihen. Die Plattform unterstützt primär hochwertige oder Blue-Chip-NFT-Kollektionen. Wenn ein Nutzer einen unterstützten NFT als Sicherheit hinterlegt, ermöglicht das Protokoll ihm, einen Prozentsatz des Floor Price des Assets zu leihen. Dies bietet sofortigen Zugang zu Mitteln, ohne dass der Eigentümer seinen NFT verkaufen muss und damit das Potenzial für künftiges Wachstum verliert. Auf der anderen Seite des Protokolls zahlen Liquiditätsanbieter Ethereum in den Lending-Pool ein, um Zinsen auf ihre Bestände zu verdienen. Über das einfache Leihen hinaus bietet BendDAO mehrere spezialisierte Funktionen an. Eine davon ist der Collateral-Listing-Service, der es Verkäufern ermöglicht, sofortige Liquidität zu erhalten, während ihr NFT zum Verkauf gelistet ist. Eine weitere ist die NFT-Anzahlungsoption, die es Käufern ermöglicht, einen NFT zu erwerben, indem sie einen Teil des Preises im Voraus bezahlen und den Restbetrag durch einen vom Protokoll bereitgestellten Flash Loan decken. Dies schafft ein flexibleres Handelsumfeld, das dem traditionellen Finanzwesen ähnelt. Das Ökosystem wird von einer dezentralen autonomen Organisation (DAO) unter Verwendung ihres nativen Tokens, BEND, verwaltet. Der BEND-Token dient als Governance-Mechanismus für die Plattform. Token-Inhaber können ihre Token sperren, um Vote-Escrowed BEND, bekannt als veBEND, zu erhalten. Dies gibt ihnen die Befugnis, am Governance-Prozess teilzunehmen, wie zum Beispiel darüber abzustimmen, welche NFT-Kollektionen als Sicherheiten akzeptiert werden sollen, oder über Protokollparameter zu entscheiden. Zusätzlich sind diejenigen, die veBEND halten, berechtigt, einen Anteil an den Einnahmen des Protokolls zu erhalten, die aus Zinsen und Gebühren generiert werden. Das Projekt legt Wert auf einen Non-Custodial-Ansatz, was bedeutet, dass Nutzer durch Smart Contracts ein gewisses Maß an Kontrolle über ihre Assets behalten. Es beinhaltet auch ein Risikomanagement-Framework zur Bewältigung von Marktvolatilität, wie etwa ein Auktionssystem, das ausgelöst wird, wenn der Wert der Sicherheit zu nah an den Schuldenbetrag fällt, um sicherzustellen, dass das Protokoll zahlungsfähig bleibt. Durch die Überbrückung der Lücke zwischen Decentralized Finance und dem NFT-Markt zielt das Projekt darauf ab, ein effizienteres und liquideres Ökosystem für digitale Kunst und Sammlerstücke zu schaffen.
Mehr erfahren