Frankencoin ist ein dezentrales Web3-Projekt, das sich auf die Schaffung eines Stablecoins namens ZCHF konzentriert, der den Wert des Schweizer Franken abbildet. Das System läuft hauptsächlich auf der Ethereum Blockchain und ist über verschiedene Layer 2 Netzwerke zugänglich. Im Gegensatz zu vielen anderen Stablecoin-Projekten, die sich auf externe Datenfeeds, sogenannte Oracles, verlassen, ist Frankencoin als oracle-freies System konzipiert. Es nutzt eine Reihe von On-Chain-Smart Contracts und wirtschaftlichen Anreizen, um seine Stabilität zu erhalten und Risiken zu managen. Das Projekt verwendet ein Dual-Token-Modell. Der erste Token, ZCHF, dient als stabiler Vermögenswert für Zahlungen, Wertaufbewahrung und Kreditaufnahme. Der zweite Token, Frankencoin Pool Shares oder FPS, fungiert als Governance- und Equity-Token des Protokolls. Inhaber von FPS-Tokens haben die Befugnis, an Entscheidungsprozessen teilzunehmen, wie der Genehmigung neuer Arten von Sicherheiten oder der Anpassung von Protokollparametern. Diese Inhaber fungieren auch als letzte Absicherung des Systems, indem sie an den Belohnungen des Protokolls teilhaben und gleichzeitig das Risiko potenzieller Verluste tragen, falls das System unterbesichert wird. Um neue ZCHF zu erstellen, müssen Benutzer an einem Minting-Prozess teilnehmen, bei dem sie genehmigte Krypto-Assets als Sicherheit hinterlegen. Diese Sicherheit muss den Wert der erstellten Tokens übersteigen, um sicherzustellen, dass das System vollständig gedeckt bleibt. Wenn eine Position riskant wird, verwendet das Protokoll einen auktionsbasierten Liquidationsmechanismus, um die Integrität des Systems zu schützen, ohne eine externe Preisquelle zu benötigen. Die Governance von Frankencoin ist dezentralisiert und gemeinschaftsgesteuert. Es verwendet ein vetobasiertes System, das es Token-Inhabern ermöglicht, riskante Vorschläge zu blockieren, wodurch sichergestellt wird, dass nur weit verbreitete Sicherheitenarten und Minting-Methoden integriert werden. Das Projekt wurde durch akademische Forschung der University of Zurich inspiriert und wird von der Frankencoin Association, einer in der Schweiz ansässigen Organisation, unterstützt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Frankencoin darauf abzielt, die Geldschöpfung zu demokratisieren, indem es Einzelpersonen ermöglicht, ihre eigene Währung gegen Sicherheiten in einem transparenten und autonomen Umfeld zu minten. Es bietet eine krypto-native Alternative zum traditionellen Bankwesen, indem es einen dezentralen Weg bietet, die Stabilität des Schweizer Franken auf der Blockchain zugänglich zu machen.
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